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Rubrik: Lesen statt Hören
06. August 2006

Im Gespräch mit Nina de Vries - Teil 1

von Katharina Zabransky

Nina de Vries: Also es ist einfach so, dass ich mittlerweile ein bisschen bekannt bin, dadurch, dass ich das schon Jahre lang mache und dadurch, dass ich einfach viel zu Kongressen, Workshops, Radio, Fernsehen gehe. Dadurch hat das eine bestimmte Bekanntheit bekommen. Und das hat sich dann einfach immer so schneeballmäßig verbreitet. Es ist nicht so, dass ich.... Ich schreibe nie Heime an oder gehe selbst zum Fernsehen und sage ich will mal, oder...

Es ist einfach: Sachen sind gekommen, und dadurch entsteht eine gewisse Bekanntheit und dadurch finden auch Leute heraus, dass es so was gibt, Sexualbegleitung, dass so was möglich ist. Und dann ist es so, dass die Menschen mit schwerer geistiger Behinderung, die nicht selbst anrufen können, weil sie einfach nicht in der Lage sind, z.B. zu sprechen, die aber klar signalisiert haben, dass sie irgendeine Unterstützung brauchen, möglicher Weise auf diesem Gebiet, die kommen dann in Kontakt durch ihre Betreuer.

Also da müssen dann die Heimleitungen oder die Betreuer und Assistenten darüber Bescheid wissen. Und das entsteht eben durch Öffentlichkeitsarbeit. Dann findet meistens eine Fortbildung statt in einem Heim, erst mal für die Mitarbeiter, damit die sich damit anfreunden, etwas damit anfangen können oder Vertrauen fassen können zu dieser Idee, dieser Arbeit.

Und dann finden Sitzungen statt mit den tatsächlichen Klienten, wo ich dann halt auch in einer sehr behutsamen Art und Weise herausfinde, ob die auch etwas mit mir anfangen können. Ja, so findet das statt.

Menschen mit Körperbehinderung können im Internet oder so... sich informieren. Die kommen auf die Art und Weise dann dahinter.

Das macht mir am meisten Spaß, dass es immer wieder anders ist, dass es auf eine gewisse Art und Weise keine Routine gibt. Das Zusammensein mit Menschen mit einer sogenannten schweren geistigen Behinderung finde ich sehr spannend. - weil es einfach die Möglichkeit ist, mit jemanden zusammen zu sein, der in einer ganz anderen und ganz eigenen Wahrnehmungswelt lebt. Und dann zu schauen, wie gehe ich damit um, wie kann ich Kontakt aufnehmen, wenn es nicht die verbale Ebene gibt. Was passiert da? Und ich habe das Gefühl...das finde ich total interessant. - Kann jemand das an sich heranlassen, kann ich das an mich heranlassen, was ist eigentlich "Kontakt", was macht das? Also das alles zu untersuchen, aber wirklich durch Situationen finde ich sehr, sehr spannend und... - weil es mir sehr viel einfach auch über mich selbst erzählt.


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