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Rubrik: Freak-MP3
17. April 2012

Freak-Classic: Fallschirmspringen mit Behinderung

von Christoph Dirnbacher

Kurze Einweisung am Boden, dann ab ins Flugzeug! Der Adrenalinspiegel steigt, die Kabinentüre öffnet sich und los geht’s! Der Rollstuhl ist dabei kein Hindernis ...

Die Fallschirmspringerinnen auf dem Weg zu Flugzeug

Copyright Skydive.com

Letzte Vorbereitungen am Boden

Der Absprung aus 3.500m Höhe

Diese Sendung können Sie als MP3 hören. Bitte klicken Sie hier.

Nadine Holzer und Eva-Maria Proßegger haben sich getraut. Die beiden Rollstuhlfahrerinnen sind nach Radfeld in Tirol gereist um dort ihren ersten Fallschirmsprung zu absolvieren. Ein bisschen mulmig war den beiden schon zumute als sie ins Flugzeug stiegen, geben sie offen zu. Doch die Faszination siegte über die Angst. "Ich wollte etwas tun, das mir nicht jeder nachmachen kann", sagt die 23-jährige Nadine Holzer und lächelt dabei verträumt.

Thomas Alber hat selbst schon rund 8.000 Sprünge absolviert und als geprüfter Sprunglehrer schon viele SprungdebütantInnen begleitet. Darunter waren auch einige Menschen mit Behinderungen. Alber ist Geschäftsführer von Skydive, einer Fallschirmsportschule, die verschiedene Sprünge und Ausbildungen anbietet. Der Profi erklärt, dass der erste Sprung stets ein sog. Tandemsprung ist; d.h. ein erfahrener Lehrer springt mit dem Schüler gemeinsam; die beiden sind über einen Gurt verbunden.

Ein Fallschirmsprung ist auch für Menschen mit Behinderungen durchaus machbar, meint Thomas Alber, allerdings gäbe es auch hier Ausnahmen. Zu behaupten, dass jeder springen kann, wäre vermessen!

Ein Tandemsprung kostet ca. 220 Euro. Gegen Aufpreis gibt es auch ein Video des eigenen Sprungs. Auch für den Fall, dass Anfänger die Hosen gestrichen voll haben sollten, ist vorgesorgt. Am Sprungplatz in Radfeld (Tirol) steht eine rollstuhlgerechte Toilette zur Verfügung.

Die erforderliche Ausrüstung, wie Brille, etc. wird vom Unternehmen zur Verfügung gestellt. Nadine Holzer und Eva-Maria Proßegger würden sofort wieder springen, denn die Freiheit über den Wolken soll nicht nur grenzen- sondern auch räderlos sein.

Sendungsgestaltung: Christoph Dirnbacher


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