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Rubrik: Lesen statt Hören
08. März 2022

Folge 49: Jasna Puskaric - Persönliche Assistenz schafft Perspektiven

von Sandra Knopp

Diese Sendung steht im Zeichen des Weltfrauentages. Jasna Puskaric von der WAG Assistenzgenossenschaft erzählt über ihren Weg zu einem selbstbestimmten Leben mit Persönlicher Assistenz.

Copyright: WAG Assistenzgenossenschaft, Foto: Martin Datzinger

#Signation#

Sandra Knopp: Herzlich Willkommen bei FreakCasters, sagt Sandra Knopp.

Sandra Knopp: Die heutige Sendung steht im Zeichen des Weltfrauentages, der jährlich am 8. März begangen wird. Die Frau, die heute bei uns zu Gast ist, ist geschäftsführende Vorständin einer gemeinnützigen Genossenschaft.

Sie kennt viele starke Frauen in ihrem Leben, die sie inspiriert haben: ihre Mutter, ihre Schwester, ihre Nichte und sehr viele Frauen aus der „Selbstbestimmt Leben-Bewegung“. Sich selbst beschreibt sie so: 

Jasna Puskaric: Ich bin zielstrebig, klar, authentisch und ehrlich – was gut und nicht gut ankommen kann.

Sandra Knopp: Bei „FreakCasters“ sprechen wir mit Menschen über ihre Lebensgeschichte UND ihre Leidenschaften. Jasna Puskaric hat mehrere davon Seit 20 Jahren setzt sie sich aktiv dafür ein, dass Menschen mit Behinderung durch persönliche Assistenz ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Seit Dezember 2017 tut sie das im Vorstandsteam der WAG Assistenzgenossenschaft, die in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Stolz erzählt sie auch von ihrer Leidenschaft für das runde Leder: Damit sorgt die Rollstuhlfahrerin für so manch erstaunten Blick.  

Jasna Puskaric: Ja, ich glaube es ist tatsächlich die Überraschung in den Augen, wenn ich einer nichtbehinderten Person erkläre, dass ich Fußballerin bin. Weil zunächst sehen die Menschen mich, meinen Elektro-Rollstuhl und im Kopf fragen sie sich dann sicher: Wie geht das mit dem Ball zusammen? Der wird doch sonst mit dem Fuß geschossen. Wie macht die das im Rollstuhl?

Dann bin ich stolz und froh, wenn ich erzählen kann, was da alles möglich ist mit dem Rollstuhl und wenn ich erkläre, wie Elektrorollstuhl-Fußball funktioniert und, dass das einfach neue Perspektiven für Menschen mit einer sehr hohen Behinderung ermöglicht.

Sandra Knopp: All Jenen, die noch nichts von dieser Sportart gehört haben, sei gesagt: Die Regeln unterscheiden sich beim Elektrorollstuhl-Fußball kaum vom herkömmlichen „Fußgängerinnenfußball“, wie Jasna Puskaric ihn nennt.  

Jasna Puskaric:  Es gibt zwei Teams auf dem Feld, die natürlich gegeneinander spielen. Das Ziel ist Tore zu schießen. Das was uns unterscheidet vom herkömmlichen Fußball ist, dass wir 4 SpielerInnen pro Team am Spielfeld sind: eine Stürmerin, eine Person am Mittelfeld, eine Verteidigerin und eine Person im Tor. Das unser Spielfeld kleiner ist als der Rasen, den man kennt.

Wir spielen auf einem Basketballfeld. Wir können in Wahrheit nur indoor spielen, weil das wichtig ist für die Rollstühle und den Gripp der Räder auf dem Boden. Und unsere Halbzeiten sind in der Regel 20 Minuten lang. Aber ansonsten geht es tatsächlich darum mit dem Rollstuhl mit einem speziellen Gitter, dass man vor den Füßen am Rollstuhl befestigt hat - mit diesem Gitter den Ball anzutreiben und dem Gegner ein Tor zu schießen.


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